Die Blackbox des Ichs

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Unsere psychische Gesundheit ist genauso wichtig wie unsere körperliche Gesundheit. Sie hat einen erheblichen Einfluss auf uns in unserem täglichen Leben, besonders darauf, wie wir Dinge wahrnehmen und mit Anderen kommunizieren. Oft wird unser Denken und Handeln beeinflusst von Dingen, denen wir uns nicht einmal bewusst sind. Deshalb ist es wichtig ein Bewusstsein für das eigene Innenleben zu gewinnen, um uns (und andere) besser zu verstehen.

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Angedacht als interaktive Anwendung, repräsentiert jede Box eine Person. Von außen sehen die Boxen unscheinbar aus, aber wenn man sie aufmacht, kommt die Individualität der Probleme ans Licht. Jede Box ist individuell anwählbar. Manche Boxen öffnen sich gar nicht, manche nur mit Gewalt und manche lösen sich in Luft auf. Im Idealfall, könnte sich in der Umsetzung hinter (fast) jeder Box eine persönliche Geschichte verstecken und enthüllt werden, die dann jeweils von der Box abstrahiert visualisiert wird.

Medizin der Zukunft

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Ökonomisierung im Gesundheitswesen

Durch den Wandel im Bereich des Gesundheitswesen steht der Mensch und seine individuellen Bedürfnisse an zweiter Stelle.
Mithilfe der Auseinandersetzung mit der Thematik sollen Lücken im System gefunden werden, die dem menschlichen Subjekt keinen idealen Rahmen bieten.

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Gesundheit und Krankheit sind zwei wesentliche Bestandteile des Lebens. Beide Verfassungen kann man nicht als Zustand bezeichnen, sondern als Prozess, der sich fortlaufend verändert, regeneriert oder mutiert. Wie ein Individuum auf den Eintritt einer negativen Veränderung im Bezug auf die Gesundheit reagiert, ist von der Art der Krankheit und den Charaktereigenschaften des Patienten abhängig. Arzt und Patient sollten also im Idealfall zusammenarbeiten, um die Bedürfnisse des Patienten abzudecken.

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interaktive Plakatserie Tumor

interaktive Plakatserie COPD

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interaktive Plakatserie Infektion

interaktive Plakatserie Blutvergiftung

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interaktive Plakatserie Anämie

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Animationsversuche gesund-krank

50 Nächte

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Ein Logbuch über 50 nächtliche Eindrücke

Schaut man sich den Titel an, klingt er wie ein in-der-Waschmaschine-eingegangenes „1001 Nacht“. Die Geschichte ist nicht ganz dieselbe: ich musste weder um mein Leben bangen noch ausgedachte Geschichten erzählen. Vielmehr schrieb ich nachts das auf, was mir in den Sinn kam. Fast so, wie man in ein Tagebuch schreibt, schrieb ich in mein Nachtbuch: in der Nacht und über die Nacht. Mein einziges Ziel: 50 Nächte lang durchzuhalten.
In diesem Logbuch findet man Skizzen, Überlegungen in der Dunkelheit, Fotografie, durchsichtige Refelxionen und gelegentlich helle Fakten, die so manche Frage über nächtliche Phänomene beantworten. Diese 50 Winternächte zu Pandemie-Zeiten erzählen von Ruhe, Kindheitserinnerungen, kalten Füßen und herumschwirrenden Gedanken.

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Die Nacht

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Licht und Schatten

Dunkel, geheimnisvoll, gegensätzlich: die Nacht. Von der Abenddämmerung bis zum Morgengrauen scheinen wir in eine andere Welt einzutauchen. Eine Welt voller Möglichkeiten, Ruhe, Schlaflosigkeit, Ausgangssperre, Langeweile ... In der Nacht hat alles irgednwie seinen Platz. Gegensätzlichkeiten verschwimmen, trennen sich jedoch auch leichter voneinander ab. Die Nacht ist ein ambivalenter Zeitraum. Eine immer wiederkehrende Rolle spielen dabei Licht und Schatten.

Um mich diesem Phänomen anzunähern, untersuchte ich zunächst fotografisch meine nähere Umgebung.

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Meine gewonnenen Eindrücke habe ich anschließend abstrahiert und in einer systematischen Reihe festgehalten. Warmes sowie kaltes Licht stehen im ständigen Wechsel und werden von verschiedenen Lichtquellen beleuchtet.

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Artifizielle Naturstrukturen

Der heutige Mensch erfährt durch seine wachsende Distanz zur Natur ein immer stärker werdendes Bedürfnis nach ihr. Dieses Bedürfnis kann durch das Betreten von natürlichen Räumen wie Wäldern oder Parkanlagen, aber auch durch das Betrachten von Zimmerpflanzen oder Naturdarstellungen befriedigt werden. Es genügt schon die ästhetische Erscheinung von Natur. Lässt sich diese Ästhetik nun auch mit rein technischen Mitteln erzeugen und reproduzieren? Und weiter gefragt: Gibt es also eine künstliche Natur?

Betreut durch Anna Lorey & Prof. Uli Braun

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Die theoretische Grundlage bilden Studien, die seit den 80er Jahren im Zusammenhang mit dem Begriff Biophilie (die Liebe zum Lebendigen) stehen. Immer mehr dieser Studien belegen die positiven Effekte der Natur auf uns Menschen. Stresslinderung, Blutdrucksenkung und Aufmerksamkeitssteigerung sind Faktoren, die messbar werden, wenn wir uns mit der Natur auseinandersetzen. Selbst beim Betrachten von Naturdarstellungen zeigen sich diese Effekte. Lassen sich nun auch künstliche Naturstrukturen erzeugen, die eine ähnliche Wirkung auf uns Menschen haben?

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Auf Basis der fraktalen Geometrie, die hauptsächlich in der Natur vorkommt, entwickelte ich Strukturen, die der Ästhetik der Natur nahe kommen und doch rein technisch erzeugt wurden. Die fraktale Geometrie oder die Geometrie der Natur beruht auf dem Prinzip eine gleichbleibende Form in unterschiedlichen Größen mehrfach zu wiederholen. Das selbe Prinzip wird bei den artifiziellen Naturstrukturen angewandt. Das Ergebnis sind Grundsysteme, deren Basis simple grafische Elemente bilden und die sich als Muster in immer größer werdendem Maßstab zu Naturstrukturen entwickeln.

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Im Laufe des Semesters sind 12 Grundsysteme (A – L) entstanden. Alle basieren auf der gleichen Systematik und werden durch ihr Grundelement definiert. Das Grundkonzept der Systeme ist Komplexität durch Einfachheit. Die simplen Basiselemente kreieren erst durch ihre Wiederholungen in unterschiedlichen Größen die Naturstrukturen, die dann eine ausreichende Komplexität aufweisen, sodass die Systematik nicht mehr klar erkennbar ist – ein System hinter dem Chaos.

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Begibt man sich in einen natürlichen Raum wie bspw. einen Wald, wird man schnell merken, dass man nicht nur von einer Art Pflanze umgeben ist. Vielmehr betritt man einen Raum voller Symbiosen und Gemeinschaften, in der jede Art sich ihren Raum gesucht hat. Dieses Prinzip wurde auf die Systeme übertragen. Durch ineinandergreifende Formen soll jedes System einen vorgegeben Raum erhalten. Diese systemgefüllten Formen greifen dann so ineinander, dass Systeme zwar teilweise erkannt werden, die Übergänge aber meistens verschwinden. So können großflächig Strukturen entwickelt werden, die eine hohe Diversität aufweisen.

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Erste Tests mit den so entstandenen artifiziellen Naturstrukturen im Raum fanden an diversen Orten statt. Mit Textilbannern sollte bspw. überprüft werden, wie die Systeme wirken können und ob sie schon zu einer natürlichen Atmosphäre beitragen. Projektionen im urbanen Raum binden Oberflächen der Stadt mit ein und lassen sie ergrünen. So wird der Grundgedanke aufgegriffen und die Natur gewissermaßen in die Stadt zurückgeholt.

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Alle Entwicklungen sind in einer Dokumentation mit ca. 150 Seiten festgehalten. Die Grundidee, die ersten Schritte sowie der aktuelle Stand des Projekts werden in diesem Buch dargestellt und erklärt. Wichtig zu sagen ist natürlich auch, dass das Projekt erst ganz am Anfang steht. In den kommenden Semestern ist zum einen eine Weiterentwicklung der Systeme und das Erschaffen von Atmosphären denkbar, zum anderen die Auswirkungen dieser Atmosphären auf Menschen. Eine Studie zu den Wirkungen der Systemen ist also durchaus denkbar. Zudem tauchen immer mehr Fragen auf die es zu klären gilt. Gibt es eine künstliche Natur? Was kann eine künstliche Natur leisten und wo findet sie ihren Platz?

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Wie fühlt sich die Ehre an?

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Emotionen und Ehre

Auf die Frage: „Ist Ehre heute noch relevant?“, sucht man lange nach einer einfachen Antwort. Durch die Beobachtung von Emotionen können wir uns diesem Begriff zumindest auf individueller Ebene annähern. Fühlen wir denn heutzutage überhaupt noch so etwas wie Ehre? Was sind das für Empfindungen? Führen Ehrgefühle nicht einerseits zu Unterdrückung, Gewalt und Ungerechtigkeit, andererseits resultiert aus ihnen Stolz und die Berechtigung zu Ansehen und Anerkennung im sozialen Umfeld?
Ein ambivalenter Begriff, der sich kaum allgemeingültig definieren lässt, steht sehr konkreten Gefühlen auf der individuellen Ebene gegenüber.

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Geehrt

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Ehrgeizig

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Ehrgefühle

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Entehrt

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Biodiversität: Artensterben und Artenschutz

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Bedrohte Schlüsselarten in Deutschland

Zurzeit sind weltweit circa eine Million Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. Eine Abnahme der biologischen Vielfalt, auch Biodiversität genannt, kann sich auf die Funktionalität der Ökosysteme auswirken und somit schwerwiegende Folgen haben. Es stellt sich die Frage, was für die Arterhaltung getan werden muss und getan werden kann.
Auch Deutschlands Flora und Fauna ist vom Artensterben betroffen. Dabei spielen besonders Schlüsselarten (keystone species) eine wichtige Rolle, da ihr Verlust die natürliche Umwelt stark beeinflusst. Die Posterserie zeigt drei solcher in Deutschland bedrohter Tierarten und informiert über den aktuellen Bestand, den Zustand auf der Roten Liste sowie die Gründe für deren Gefährdung.
Die Chance, einem Biber, Wisent oder Luchs in freier Wildbahn zu begegnen, ist heutzutage sehr gering. Diesen Aspekt der Seltenheit greift die Gestaltung auf: Es gilt, genau hinzuschauen, um die versteckte Anzahl der noch lebenden Tiere zu entdecken, während die Population weiter schrumpft.

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Die Gestaltung der Poster setzt sich aus jeweils zwei Icons zusammen: Zum einen wird das Tier selbst gezeigt, zum anderen eine Ursache für dessen Gefährdung abgebildet. Dem Luchs steht die illegale Jagd als Bedrohung gegenüber, dem Biber der Straßenverkehr und dem Bison ansteckende Krankheiten. Durch den Einsatz von bestimmten Farben und der Anordnung in verschiedenen Größen entsteht eine Art Wimmelbild, in dem sich die aktuelle Bestandszahl verbirgt.

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Das ABC der Ehre

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Ein archaisches Regulativ in der Moderne

Versucht man den Begriff Ehre eindeutig zu definieren, scheint einem die vermeintlich intuitiv bekannte Bedeutung dieses Wortes mehr und mehr zu entgleiten. Möchte man die Relevanz der Ehre im zeitgemäßen Kontext westlicher Kultur bestimmen, verhält es sich dabei nicht anders. Sollten wir die Ehre einfach als altertümliches Konstrukt begraben und die Sache damit auf sich beruhen lassen? Es wäre eine praktische Lösung. Doch wenn man nach der Ehre sucht, ist sie plötzlich in beinahe allen Bereichen unseres Zusammenlebens in irgendeiner Form zu entdecken. Im Sprachgebrauch ist sie konserviert durch Redewendungen, im Alltag ist sie manifestiert in konkreten Phänomenen, welche es in diesem Buch zu finden gibt. Auch wenn wir andere Worte für die Gefühle, Dinge und Situationen verwenden, so bleibt das Streben nach Ansehen, Anerkennung, Wertschätzung und Respekt, ebenso wie Moral und Selbstwertgefühl Grundlegend für unser Zusammenleben. Ehre ist nicht das, was sie einmal war. Aber fort ist sie auch nicht. Was ist also das, was von der Ehre übrig blieb?

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Anwendung zur Nachsorge nach einer Nierentransplantation

Nach einer Nierentransplantation entscheidet vor allem die optimale medizinische Nachsorge und die Mitarbeit der Organempfänger über den langfristigen Erhalt der Nierenfunktion. Mit der App KRETA werden PatientInnen bei der regelmäßigen Einnahme von Medikamenten, der Dokumentation von Messwerten und der richtigen Interpretation dieser unterstützt. So kann die Nierenfunktion kontinuierlich beobachtet werden, um bei Auffälligkeiten schnellstmöglich reagieren zu können. KRETA erleichtert es PatientInnen eine verantwortungsbewusste Nachsorge in ihren Alltag zu integrieren.

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Beruhig dich, Liebes!

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Eine kleine Geschichte der Hysterie

Wieso wird der Ausdruck von Wut bei Männern und Frauen immer noch unterschiedlich gewertet? Ein Streifzug durch verschiedene Epochen zeigt die historische Entwicklung der Hysterie und ihren Einfluss auf das Bild der wütenden Frau bis in die Gegenwart.

Entstanden sind Illustrationen aus analogen Scherenschnitten, die dann digital weiterverarbeitet wurden. Das Heft wurde anschließend mit dem Risographen gedruckt.
(Bei Interesse kann ein Heft für 8 Euro erworben werden, einfach eine Mail schreiben an: paula.riek8@gmail.com)

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Platon verglich die hysterische Gebärmutter mit einem wilden Tier.

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Die Hochzeit bzw. der Geschlechtsverkehr galt als sicherste Heilungsmethode gegen die Hysterie.

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Im Mittelalter stellte man sich die Gebärmutter als Kröte vor, die sich aufbläht.

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Der erste elektrische Vibrator wurde zur Therapie der Hysterie entwickelt

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Der französische Nervenarzt Jean-Martin Charcot hielt in seiner Klinik wöchentliche Hysterie-Shows ab

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