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Taking Sides Prof. Johanna Diehl & Dr. Judith-Frederike Popp Fotografie

BA Kommunikationsdesign / 3.-7. Semester

 

Gestaltung und Kunst zwischen Autonomie und Einmischung

Design und Kunst besitzen als ästhetische Praktiken das Potenzial, auf Machtverhältnisse hinzuweisen, marginalisierte Perspektiven in das Bewusstsein einer Öffentlichkeit zu rücken und auf gesellschaftliche Problemfelder hinzuweisen.

Der Kurs hat dieses Potenzial als Ausgangspunkt genommen, um zu erkunden, inwieweit Kunst und Design angesichts der dringlichen aktuellen Herausforderungen eine deutlichere gesellschaftliche Rolle bzw. Funktion übernehmen können und vielleicht sogar sollten. Die Herausforderungen wurden dabei anhand der Themen Gender, Automatisierung, Migration und Flucht, Sensibilität, Radikalisierung und Protest sowie globale Krisenhaftigkeit in den Blick genommen. Einen mitlaufenden Schwerpunkt bildete das Verhältnis von Kunst und Design als ästhetische Praktiken mit eigenen Kapazitäten.

Als Kollaboration der Dozentinnen (Fotografie und Philosophie) verknüpfte der Kurs thematische Reflexion und gestalterische Praxis. Auf diese Weise wurde eine breite Vielfalt an persönlichen Antworten auf die Frage entwickelt, was es bedeuten kann, auf ästhetische Weise Stellung zu beziehen.

Der Kurs „Taking Sides“ bildet ein Fundament für das gleichnamige Symposium, das mit nationalen und internationalen Gästen aus Wissenschaft, Gestaltung und Kunst vom 20.-21.05.2022 an der Fakultät Gestaltung Würzburg stattfinden wird.