Altern in Zukunft

Was ist in 30 Jahren? Was erwartet uns? Was brauchen wir, wenn wir selbst und unsere Eltern alt sind? Wir haben bestehende Tendenzen weitergedacht, um zu sehen, wohin sie führen. Und dann sagen zu können: In welchem Szenario möchte ich leben? Aus diesen Gedankenspielen sind fünf konkrete Visionen entstanden, die plakativ an öffentlichen Orten hängen und neugierig machen. Die zusammengefalteten Plakate ergeben eine Broschüre, die Hintergundinformationen zur Vision liefern. Artikel, Interviews und Fragen regen zum Nachdenken an.

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Jede Zukunftsvision ist auf einer Broschüre dargestellt.
So lauten die fünf Visionen:

WEISHEITSLAB
Senioren bieten ihre Weisheit als Dienstleistung an.

VITALCODE
Die Vitalfunktionen werden durch Nanosensoren
im Körper überwacht.

JUNG&ALT-HAUS
Flexibles Zusammenleben für alle Generationen
in einem Haus.

NATURALISTEN
Eine selbstversorgende Gemeinschaft lebt in Kulturgärten
im Einklang mit der Natur.

EWIGE JUGEND
Die Medizin hat ein Heilmittel gegen das Altern entdeckt.

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Der Zukunftsforscher Herr Dr. Erik Øverland erzählt im Interview über spannende Fragen im Bezug auf das Morgen. Das Interview zur Zukunftsforschung befindet sich in der Innenseite der Mappe. Zusätzlich beinhaltet jede Broschüre einen Kommentar zur Vision.

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DYET Magazine

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Spekulation und Transformation

Ich hinterfrage, warum wir – besonders als Gestaltende – Farbe in dem heute üblichen Ausmaß konsumieren? Denn Färben stellt eines der größten ökologischen Probleme unserer Zeit dar – vor allem in der Mode- und Druckindustrie. Ich habe innerhalb dieses Projekts spekuliert, wie eine Welt ohne Farbe aussehen könnte. Visualisiert und zu Papier gebracht habe ich meine Gedanken und Stimmen von Journalist:innen und Expert:innen mit Hilfe des Magazins „DYET“. Entsprechend seinem Namen ist die Gestaltung eine Diät vom Färben und der Farbe. Das Ziel der Gestaltung lautete: so viel Kommunikation wie möglich, so wenig Farbe wie nötig. Nichtsdestotrotz musste ich zu der Einsicht kommen, dass es eine Form von Kontrastmittel braucht, um Information übermitteln zu können. Auf Farbe konnte ich nicht vollständig verzichten. Durch eine leicht geschnittene Schrift im Mengentext und Lasergravur als Stilelement habe ich stets versucht den Farbauftrag zu minimieren und gleichzeitig eine spannungsvolle Gestaltung zu erzeugen.

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Eine Verpackung dient für gewöhnlich dem Schutz und Transport eines Gegenstandes. Wir haben uns dieses Semester gefragt, ob Verpackung vielleicht auch noch mehr sein kann. Können Verpackungen auch informieren? Kann der Prozess des Auspackens der Erforschung eines Themas dienen? Können Verpackungen auf neue, unkonventionelle Weise Informationen vermitteln?
Wir überließen die Themenwahl dem Zufall: Jeden Monat ließen wir uns mittels der Wikipedia-Zufallsfunktion einen Artikel generieren. Entstanden sind so 3 Verpackungen zu grundverschiedenen Artikeln, die jede auf ihre Weise das jeweilige Thema festhält. »Tavola« ist ein ehemaliges italienisches Flächenmaß, festgehalten in einer Holzbox. »Wildcard« (Artikel: »Olympische Spiele von 1906«) macht auf die Teilnahme der ersten Frau bei den Olympischen Spielen, beim Tennis, aufmerksam und »Stromness« deckt einen Ort im Atlantik auf, der von einer turbulenten Geschichte und den dunkelsten Seiten des Walfangs geprägt ist.

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Y Magazine

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Die Fragen der Generation Y

Unsere Hierarchien sind flach und unsere Ziele sind hoch. Wir träumen von der großen Welt und sind doch gerne zu Hause. Es gibt so viele wichtige Entscheid­ungen zu treffen und Probleme zu lösen. Unsere Zukunft ist noch ungewiss und wir haben Fragen. Wir sind die Generation Y.


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Zu Beginn dieses Semesters forderte mich ein Buch auf, jeden Tag 10 Fragen und Probleme aufzuschreiben, die mich beschäftigen. Das war gar nicht schwierig, denn ich habe viele Fragen und somit erfülle ich eines der vielen Klischees der Generation Y. Man nennt uns nicht ohne Grund auch "Generation Why". Wir hinterfragen alles und geben uns nie zufrieden. Entscheiden wollen wir uns schon gar nicht. Wir finden, dass Altbewährtes nicht immer gut ist, nur weil es schon immer so ist.
Auf der Basis dieser Vorurteile ist ein Magazin entstanden, das versucht einen kleinen Teil der Fragen gestalterisch zu beantworten. Einige Autorinnen und Autoren haben sich ebenfalls daran versucht und spannende Texte verfasst. Auf die meisten Fragen gibt es wahrscheinlich keine allgemeingültige Antwort und viele werden offen bleiben, aber wenn wir jetzt schon alle Lösungen kennen würden, wäre das Leben auch ziemlich langweilig.

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Ich wurde im Januar 1995 geboren. Diese Tatsache macht mich, laut Definition, zu einem Teil der sogenannten Generation Y. Doch wer sind diese Millennials eigentlich? Wer ist die Generation Y? Alle, die zwischen den Jahren 1980 und 2000 geboren wurden, gehören unweigerlich dazu. Aber was sagt das schon über uns aus?
Man bezeichnet uns gerne als faul, nicht belastbar und verwöhnt. Wir wären außerdem egoistisch, alles hinterfragend und schnell unzufrieden. Andererseits sind wir im Durchschnitt gebildeter als jede andere Generation vor uns. Als Digital Natives fällt es uns leicht, neue Technologien zu verstehen und anzuwenden. Wir sind die, die in nahe Zukunft wichtige Positionen in Wirtschaft und Gesellschaft besetzen werden. Also ist es wohl an der Zeit erwachsen zu werden und sich endlich zu entscheiden.

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Das Y Magazine beschäftigt sich mit gesellschaftlichen, politischen aber auch sehr privaten Fragen. Wie lange wird es überhaupt noch Menschen auf der Erde geben und wie bekommen wir alle satt? Wovor habe ich eigentlich Angst und gibt es für mich den richtigen Weg? Ein weiteres großes Thema, das uns Millennials natürlich beschäftigt, ist der Klimawandel. Können wir diese Welt noch retten oder sollten wir nach einem alternativen Planeten Ausschau halten?

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(Or: What the World Wide Web Knows About Me)

Innerhalb von drei Wochen wurden möglichst viele Daten, die das Internet über mich besitzt, angefragt und eigenständig zusammengesucht. Das daraus entstandene Archiv diente als Grundlage für jede weitere Gestaltung, alle verwendeten Bilder und Codes sind in diesem Archiv vorzufinden. Sie wurden weiterverarbeitet und mithilfe von digitalen Systemen teilweise verfremdet oder im dreidimensionalen Raum geformt.

Bei den einzelnen Arbeiten stand besonders die experimentelle Herangehensweise des Erschaffens und Gestaltens anhand vorhandener Daten sowie das Ohnmachtsgefühl, das den Rezipienten bei der Betrachtung der finalen Arbeiten überkommen soll, im Fokus.

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Die Daten wurden in verpackten Ordnern verschickt. Diese Ordnerstruktur wurde im Buch aufgegriffen.

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Neben einem Buch ist eine Art Bilder Map entstanden, auf der die rund 6.000 Bilder aus dem Archiv erscheinen.

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Auf dem Plakat sind alle jemals vergebenen Likes aufgelistet.

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Ein Entwurf, der zu Beginn bei KI-Experimenten entstanden ist.

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Also, bin ich

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„Ich denke, also bin ich“. Dies beweist René Descartes bereits im 17. Jahrhundert. Doch was machen wir Menschen 400 Jahre später mit diesem Wissen? „Also, bin ich“ beschäftigt sich mit dem Ich des Menschen in Anbetracht der Digitalisierung. Wie sieht mein digitales Ich aus? Was ist Narzissmus? Wie viel Egoismus ist zu viel? Schätze ich mich selbst genug? Ist es notwendig, sich auf Instagram zur Schau zu stellen?

Ästhetisch orientiert sich das Werk eher ungewöhnlich an der Epoche des Jugendstils. So wie dieser damals eine Antwort auf die Industrialisierung war, brauchen wir heute eine Antwort auf die Digitalisierung. Grafische Elemente digitalisieren die floralen Ornamente des Art Nouveau.

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Period Power

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Sie wird versteckt, als eklig und peinlich empfunden. Etwas, über das man nicht redet. Die Periode.

Eine faszinierende und wichtige Körperfunktion, die über die Hälfte der Weltbevölkerung besitzt, aber immer noch schambehaftet als Tabuthema gilt. Dabei geht es letztendlich aber weniger um Bluten oder Nichtbluten, sondern um Religion, Kultur, Körper- und Geschlechterideale, Wissenschaft und Politik. Darum, dass bis zu 20 Prozent der Mädchen in Indien mit dem Eintritt ihrer Periode die Schule abbrechen. Oder, dass nicht alle Menstruierenden Frauen sind und umgekehrt nicht alle Frauen menstruieren. Es geht um eine Stigmatisierung, die seit Tausenden von Jahren anhält und gegen die es immer noch anzukämpfen gilt.

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Begegnungen rund um das Thema Flucht – work in progress

Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs gab es nicht mehr so viele Flüchtende wie in den vergangenen Jahren. Viele suchen Schutz in der „Festung Europa“. Und doch widerspricht die EU immer wieder ihrem vermeintlich humanitärem Geist. Durch die Coronakrise schottet die Europäische Union verstärkt ihre Außengrenzen mit zahlreichen Maßnahmen gegen Flüchtende und Migrant*innen ab. Seit den Bränden in den Flüchtlingslagern Moria und Lipa ist die Empörung über die Unterbringung Geflüchteter groß. Dabei vergessen wir, dass die Bedingungen an den Außengrenzen Europas schon lange menschenunwürdig sind. Für mein Magazin sprach ich mit Menschen, die jene Notlage hautnah miterlebten – mit Geflüchteten, Helfern, Krisenfotografen und Ehrenamtlichen. Wir sprachen über europäische Asylpolitik, persönliche Schicksale und Fluchterlebnisse, Heimat, Menschenwürde, die Schatten- und Sonnenseiten des Ehrenamtes und Vieles mehr. Über das Semester hinaus sollen zwei Magazinbände entstehen, in denen alle Interviews, Erfahrungsberichte und Fotografien gesammelt erscheinen.

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Zwischen Ökonomie und Ökologie

»COVID-19 crisis tells world what Indigenous Peoples
have been saying for thousands of years«
– National Observer
Wir greifen nicht erst seit gestern in natürliche Ökosysteme ein, doch wir tun es in einem Ausmaß, wie noch nie zuvor in der Geschichte. Die artenreiche und vom Zufall geprägte Natur wird zu Monokulturen umgewandelt. Reduziert, systematisiert, strukturiert. Spätestens COVID-19 zeigt, dass wir von den Auswirkungen, auch wenn Walddegradation noch so weit entfernt passiert, betroffen sind, vor allem aber, sie verantworten. Haben wir das Recht, so sehr in natürliche Ökosysteme einzugreifen? Wie lassen sich ökonomische und ökologische Interessen vereinen? Werden bei zunehmender Entwaldung weitere Pandemien entstehen?
Ein Magazin über den Versuch, den Verlust von uralten Ökosystemen greifbar zu machen und die Erkenntnis,
dass Mischwälder als Alternative zu Monokulturen dringend benötigt werden.

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