Dora Regular

2

Serif-Antiqua inspiriert von der jüdischen Dichterin Marianne Dora Rein

Dora ist eine Schrift, die maßgeblich von der jüdischen Würzburger Dichterin Marianne Dora Rein und deren Gedichten geprägt wurde. Marianne Rein begeisterte sich sehr für Naturphänomene und machte diese zum Inhalt ihrer Lyrik. Tragischerweise konnte sie die Welt nicht lange mit ihren Gedichten erfreuen, da sie im Alter von dreißig Jahren in einem Konzentrationslager ermordet wurde. Die Schrift soll ihr die Aufmerksamkeit schenken, die sie verdient hat. Sie ist eine zurückhaltende, schlichte Antiqua, die immer wieder Naturelemente aufgreift.

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!

Siebold Sans

4

Die Siebold Sans ist inspiriert von dem Würzburger Japanforscher Phillipp Franz von Siebold und
seinen Pflanzen im botanischen Garten Würzburg.
Die Schrift vereint Siebolds Charakter mit den Formen der Pflanzenzeichnungen: Sie ist filigran, offen, freundlich, modern, humanistisch, klar, organisch und detailreich. Inktraps, Blattformen als Tropfen und Punzen, geschwungene Ausläufe und dünne und tiefe Einläufe machen die Schrift besonders.

Da die Schrift eher durch besondere Formen auffällt, eignet sie sich weniger als Fließtextschrift, kann jedoch gut in Überschriften und kurzen Texten glänzen.

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!

die verschiedenen Ohren der
„g“s wachsen wie unterschiedliche
Blätter aus dem Text

HALLO!

HALLO!

HALLO!

Alter Hafen Variable

1

'Alter Hafen Variable' ist eine serifenlose, geometrische Schrift mit extravaganten Details. Grundlage für ihren Charakter ist Würzburgs alte Hafenanlage, die heute als Kulturzentrum genutzt wird.
Ihre wichtigsten Merkmale sind große Inktraps und der bei Erhöhung des Schriftgewichts steigende umgekehrte Strichstärkenkontrast. Außerdem wird durch die Kombination statischer, konstruierter Formen mit lebendigen Schwüngen ein spannungsreiches Erscheinungsbild geschaffen.
Wie ihr Name schon sagt, ist die Schrift 'Alter Hafen Variable' ein variabler Font. Es werden zwar fünf Gewichte vorgeschlagen, doch je nach Bedarf kann jeder gewünschte Zwischenschnitt interpoliert werden. Diese Möglichkeit unterstützt ihren verspielten und
vielfältigen Charakter.

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!

Eigensinnig, Unvergänglich, Klar

Eine Schrift, die explizit und speziell für Wein-Etiketten funktionierte. So kam ich zu meiner Inspirationsquelle und Wein, der VINZ alten Rebe Stettener Stein, des Weinguts am Stein. Wie man feststellen kann, lag hier die besondere Schwierigkeit, dem Wein eine visuelle Gestalt zu geben, welche man nicht durch das bloße Auge, sondern lediglich durch das Schmecken wahrnimmt.
Nach mehreren Tastings gelang es mir, meiner Schrift eine grobe Form zu geben. Der Geschmack von süß bis salzig. Dicht und puristisch. Einen nicht vorhersehbaren Twist in seiner Gestalt als Wein, der ihn so einzigartig unter seinen Genossen macht und den es kein zweites Mal gibt – mit einem ganz speziellen Charakter, der sich folglich durch das ganze Alphabet zieht.

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!

emotional, dynamisch, beständig


Reblust ist eine Font, die Offenheit, Dynamik und Beständigkeit ausstrahlt. Inspiriert durch den besonderen Ort des Weinguts am Stein, vereint Reblust Wein, Fest und Architektur.


Das Gut ist geprägt von den modernen Bauten, insbesondere dem Weinwerk, in Kombination mit ursprünglichen Gebäuden, stilprägenden alten, wulstigen Fässern und feinen Weinreben. Einmal im Jahr findet dort das schickste Weinfest Würzburgs, das Wein am Stein, statt. Hier findet eine intensive Begegnung zwischen Menschen statt, die die Weinkultur, Musik und ein hochwertiges Ambiente lieben. Die Dynamik dieses besonderen Weinfestes hat mich immer begeistert und löst eine gewisse Emotionalität aus. All diese Merkmale – die Dynamik, die Hochwertigkeit, der moderne aber auch rustikale Stil, das Feine der Reben und nicht zuletzt meine eigene Emotionalität – sind in Reblust vereint.

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!

Der Entwurfsprozess wird meist mit dem kleinen o gestartet. Hier stellte ich mir verschiedene Fragen. WELCHE PROPORTIONEN WAREN PASSEND? WAS KÖNNTE DIE INSPIRATION FÜR MEINE FORM SEIN? Die Antwort in letzterer Frage fand ich in den urigen Holzfässern, genauer gesagt in ihrem runden Deckel.

HALLO!

HALLO!









Die Architektur des WeinWerks inspirierte mich von Anfang an. Das Gebäude wirkt massiv und fein zugleich. Der gläserne Kubus, mit Eichenpfählen verkleidet, wirkt modern und bodenständig. Die langen Pfähle übertrug ich auf eine hohe Oberlänge. Die ungleiche Rhythmik der Pfähle wollte ich auch abbilden. Sie sollten sich in einem schmalen und regulären Schirftschnitt widerspiegeln, deren Zeichen sich spontan mischten. Der schmale Schnitt wird auf diesen noch folgen.

HALLO!

HALLO!

Details Reblust Regular

HALLO!










Reblust ist geprägt von Verdickungen, die an die Verwachsungen der Weinreben erinnern. Durch die organischen Formen bekommt die Font einen natürlichen Look. Für ein harmonisches Schriftbild war es wichtig, die Volumen der dunklen Stellen häufig anzugleichen.

Die Ligaturen sind ein wichtiges schriftprägendes Merkmal, da sie die Verbundenheit und Begegnung der Menschen am Weingut symbolisieren – insbesondere im Rahmen des Wein am Stein. Die Ligaturen spiegeln außerdem die vielen Formen der Verästelungen der Reben auf eine moderne Weise wieder.

HALLO!

HALLO!

HALLO!

Herbipolis

2

Altehrwürdig, Robust, Detailreich

„Herbipolis“ – „Kräuterstadt“, ist der latinisierte und historische Name Würzburgs, der bis ins 11. Jahrhundert zurückzuführen ist. Als Titel ziert das Wort die früheste Darstellung des Würburger Stadtbildes – einen kolorierten Holzschnitt aus der Schedelschen „Weltchronik“, der 1493 von Michael Wolgemut und Wilhelm Pleydenwurff angefertigt wurde. Als Schrift-Revival wurde der charakterstarke Schriftzug modernisiert und der Name „Herbipolis“ wiedererweckt. Weitere Satzzeichen die visuell und expressiv ebenbürtig gestaltet wurden erweitern die bereits vorhandenen Namensglyphen zu einem vollständigen Alphabet.

HALLO!

HALLO!

HALLO!
HALLO!

HALLO!

„Herbipolis“ ist durch ihre asymmetrischen Serifen und Zierelemente geprägt. Die Buchstaben des Schriftzugs wurden während der Entwurfsphase mit Feder und Pinsel nachgezeichnet, um Pleydenwurffs Handschwung nachvollziehen zu können. Nach seinem Vorbild und basierend auf dem Druck des Holzschnittes, wurden zuerst die Namensglyphen und anschließend alle weiteren Zeichen gestaltet.

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!
HALLO!

HALLO!

HALLO!

Mironian

1

Gegensätzlich, Kantig, Elegant

Mironian soll als Displayschrift den abstrahierenden Look der in Fensterfronten gespiegelten Zwiebeltürme einfangen, der mir während meiner Spaziergänge durch die Würzburger Innenstadt immer wieder begegnete. Daraus ergab sich die rechteckige Formsprache im Zusammenspiel mit geschwungenen Elementen.
Im Entwurfprozess stand das konstante Abwägen zwischen Abstraktion und Formentreue der Buchstaben im Vordergrund.

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!

Boxbeutel Halbserif

2

Schriftentwurf inspiriert durch die fränkische Bocksbeutelflasche

Sanft schlängelt sich der Main an den Hängen der Weinberge entlang, hier wachsen die Trauben, die später gelesen, gekeltert und in Flaschen abgefüllt werden. Ein Teil davon hat das Glück in einen für Franken typischen Bocksbeutel gefüllt zu werden. Diese besondere Flaschenform mit ihren ausgeprägten Rundungen, die in dieser Form fast nur in Franken zu finden ist, bildet die Basis für die „Boxbeutel“. Viele Aspekte des Bocksbeutels und der Fränkischen Lebensart spiegeln sich in der Schrift wieder. Der Übergang vom Boden der Flasche zum Bauch der Flasche – eine Markante Stelle des Bocksbeutels – wird in den Serifenformen aufgegriffen. Die starken Rundungen des Bauches lassen sich in zahlreichen Lettern wiederfinden. Der Hals der Flasche bildet die Grundlage für die Stammstrichstärke der Schriftart. Freundlich, weich aber doch mit ihren Ecken und Kanten. Was auf die Fränkische Art zutrifft, kann man auch im Charakter der Schrift entdecken. Eben etwas eigenartig. Wichtig ist die Schrift geht gut runter.

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!

bodenständig, modern, dynamisch.

Würzburg ist divers, offen, zukunftsorientiert und geprägt durch viele historische Ereignisse. Die Facetten der Stadt werden in Architektur und Gesellschaft deutlich. Würzburg bietet eine Bühne für unterschiedliche Meinungen und ­Diskurse.
Auf festen Serifen ruhend und in die Höhe ­strebend ist Synchron eine Schrift, die sich durch ihren klaren Charakter auszeichnet und eine Spannung durch harmonische Kontraste und Gegensätze erzeugt.

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!
HALLO!

HALLO!
HALLO!

HALLO!
HALLO!

HALLO!
HALLO!

HALLO!

Sander Str

0

Vielerlei, regellos, pulsierend

Die Sanderstr ist eine mehrteilige Schrift, inspiriert von der Sanderstraße in Würzburg – ein Ort zum Verweilen, voller Leute, dynamisch passierend, voller Läden, Bars, Clubs und Cafés. Ein zusammengewürfeltes Konstrukt voller Unterschiedlichkeiten. Von verzierten Fassaden aus der Renaissance bis hin zu schlichten 50er Jahre Bauten, auch die Architektur lässt sich an keinen Stil binden. Entstanden sind 7 Schriftschnitte, von Renaissance-Antiqua bis hin zu einer serifenlosen Grotesk. Im Fließtext werden alle Schnitte zufällig zusammengewürfelt.

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!

HALLO!
HALLO!

HALLO!

HALLO!