Arte Nova

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Über künstliche Intelligenz und Kunst

Welche kulturelle und künstlerische Rolle spielt die künstliche Intelligenz heute und morgen? Was kann sie und was kann sie nicht? Ist ein von einer KI generiertes Kunstwerk wirklich ein Kunstwerk? Viele Fragestellungen die bereits auf den Menschen bezogen, schwer zu beantworten sind, erhalten in dieser Umgebung einen völlig neuen Charakter. Nicht nur versuchen wir herauszufinden was die künstliche Intelligenz alles und vielleicht sogar Kunst hervorbringen kann, sondern erfahren hierdurch auch viel über das Wesen des Menschen.

Über eine Spanne von 486 Seiten, 7 Texte, 2 GAN Experimente und 6.400 Bilder versuchte ich mit Hilfe vieler anderer diese Fragen zu beantworten oder zumindest zum Bedenken dieser Fragen anzuregen.

Die im Buch enthaltenen Essays behandeln die Fragen und Themen: worin unterscheiden sich Mensch und KI mit Blick auf die Kunst und Ethik, kann KI kreative Texte schreiben, wo liegen die Potenziale der KI in einer Kreativbranche, wie lassen sich verschiedene Kunstdefinitionen mit der KI vereinbaren und was sind die Folgen sollten die Werke als Kunst anerkannt werden und was ist der psychologische Hintergrund einer menschlichen und künstlichen Kreativität?

Die hier zu sehenden grünen Balken, wurden durch ein Skript auf einer festen Y-Höhe, doch mit zufälliger X-Koordinate gesetzt.

Um herauszufinden wie gut eine freizugängliche KI Bilder imitieren kann, speiste ich 92 ähnliche Bilder in eine Datenbank ein und lies 3.200 unterschiedliche Bilder über die Spanne von 50 Generationen, generieren. Zählt das Werk einer KI als ein Kunstwerk, wenn sie ein Bild eines als Kunst gewertetes Werk gut genug nachahmt? In diesem ersten Experiment beschäftigte ich mich mit den Werken Mark Rothko's.

Entgegengesetzt dem ersten Experiment versuchte ich hier zu ermitteln, wie gut eine KI Dinge einfach »nachahmen« kann, sondern viel mehr ob eine KI gewissermaßen mit Inspiration umgehen kann. Ich gefüllte eine Datenbank mit mehreren Hundert mythologischen Gemälden aus dem Barock. Michelangelo Merisi da Caravaggio, Gian Lorenzo Bernini, Artemisia Gentileschi, Nicolas Poussin, Annibale Carracci und viele weitere. Durch die Ungleichmäßigkeit der Datenbank, konnte der Algorithmus nicht eine spezifische Art von Bild imitieren, sondern musste mit allen Werken gleichzeitig arbeiten. Die folgenden Seiten zeigen, wie der Algorithmus mit der Datenbank als Inspiration umging. Erneut 3.200 generierte Bilder über eine Spanne von 50 Generationen.

Ein besonderer Dank geht an alle Autorinnen und Autoren, die mich mit ihren Gedanken und Texten unterstützten: Richard Hübner, Matthias Siegler, Mina Öller und Anne Klügl.

3 Kommentare

nice!

🔥!

sehr saubere Gestaltung 🙂

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