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Wie entstehen Wahrnehmung und Erinnerung in unserem Kopf?

Wie werden Reize der Umwelt zu unserer Wahrnehmung verarbeitet und schließlich zu unseren Erinnerungen? Ich möchte mit dem Projekt für den Besucher veranschaulichen, wie in dem Netz unserer feuernden Neuronen in Sekundenbruchteilen aus Milliarden Impulsen ein Bild unserer Umwelt entsteht und sich mit unseren Erinnerungen verknüpft.
Die räumlichen Installation soll die Signalübertragung der Nervenzellen visualisieren, die die Grundlage dieses großen Netzwerks ist. Außerdem soll auf einer abstrakten Ebene die Komplexität dieses Netzes deutlich werden – ein Netzwerk, das sich fortwährend entwickelt; in dem all unsere Erinnerungen, Wünsche und Träume in einem Geflecht aus feuernden Neuronen und Transmitter verwoben sind – ein Netzwerk, das von der Wissenschaft noch nicht ansatzweise entschlüsselt ist.
Ein kleines alltägliches Wunder in unserem Kopf.

In diesem Bereich der Ausstellung erfährt der Besucher an verschiedenen teilweise interaktiven Stationen Informationen zu den Auswirkungen der verschiedenen Reize. Die Stationen thematisieren jeweils eine Sinneswahrnehmung. Der Besucher kann die entsprechenden Reize dort erleben und beobachten, wie sich diese auf die BLACKBOX auswirken.

Auf der Außenwand der Box werden Informationen zum aktuellen Stand der Wissenschaft vermittelt – unsere Vermutungen über das, was im Inneren der Box vor sich geht.

Dieser Bereich zeigt in einer geheimnisvollen Atmosphäre das unentschlüsselte neuronale Netz, in dem jede Sekunde Milliarden Signale verarbeitet werden. An einem interaktiven Modell kann der Besucher die Singalübertragung an einer Nervenzelle nachvollziehen.

Der Besucher kann die Singalweitergabe an einem stark vereinfachten dreidimensionalen Modell eines Neurons nachvollziehen, in dem er das Modell berührt und so einen Reiz an der Zelle auslöst: Er wird also selbst zum Neurotransmitter und gibt ein Signal an die Zelle weiter. Ist die Berührung stark genug, wird die Visualisierung eines Aktionspotentials ausgelöst.

Verlässt der Besucher die Blackbox kann er auf der Rückwand sehen, wie durch die vorne eingegangenen Reize Assoziationen geweckt und Erinnerungen wach werden. Dies wird durch eine typografische Animation visualisiert.

An einer interaktiven Station kann der Besucher eigene Erinnerungen eingeben, die er hatte, als er die Reize an den Stationen des ersten Bereichs erlebt hat. Diese werden dann in der Projektion aufgegriffen.

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