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Demons

In diesem Heft beschäftige ich mich mit der öffentlichen Kommunikation von Beschlüssen, Verfehlungen und persönlichen Überzeugungen im Kontext des menschengemachten Klimawandels. Von Politikerinnen und Politikern hören wir trotz der unübersehbaren Zunahme extremer Klimaereignisse permanent die gleichen leeren Versprechungen, falschen Hoffnungen, belanglosen Phrasen, halbherzigen Eingeständnisse und notorischen Falschbehauptungen. Allmählich manifestiert sich ein Gefühl der endgültigen Resignation – als bliebe uns nichts anderes mehr übrig, als regungslos der Politik beim Scheitern und der Welt beim Untergang zuzusehen. Ausgewählte Zitate und Formulierungen werden einander gegenübergestellt und von Illustrationen, mit denen ich versuche, mich der Thematik in ästhetischer Form anzunähern, begleitet.

Der menschengemachte Klimawandel stellt Gesellschaft und Politik momentan vor Herausforderungen von enormer, nie dagewesener Ausdehnung. Schon vor über 60 Jahren wurden viele der heute offensichtlichen Probleme diskutiert, doch erst seit einigen Jahren herrscht eindeutiger Konsens über den gravierenden Einfluss menschlichen Handelns auf das Weltklima. Echte Fortschritte geschehen schleppend langsam, immer wieder werden wirtschaftliche Interessen priorisiert und die harten Fakten im Zusammenhang mit der Klimakatastrophe verschwiegen, bagatellisiert und verleugnet. Mit Blick auf die aktuelle weltpolitische Lage und die vergangene UN-Klimakonferenz scheint es aussichtslos, die Versäumnisse der letzten Jahrzehnte auch nur im Ansatz nachholen zu können.

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