Bodypositive in Zeiten von Instagram

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Eine Untersuchung der Auswirkungen von Instagram auf das Schönheitsideal und Selbstwertgefühl von jungen Frauen.

Soziale Medien betonen bestimmte Schönheitsbilder und wir beginnen zu glauben, dass wir danach streben sollten. Junge Menschen sind am stärksten davon betroffen. Der Versuch, diese Schönheitsstandards zu erfüllen, schadet sowohl der geistigen, als auch der körperlichen Gesundheit und verursacht beispielsweise angstdepressive Symptome oder Essstörungen. Für eine visuelle Präsentation wurde ein Fotoprojekt erstellt, um die Entzweiung zwischen Realität und Ideal zu verringern. Ziel der Aufgabe war es, dass sich verschiedene Frauen von einer, für die sozialen Netzwerke, ungewöhnlichen Seite zeigen.

Auf Instagram werden Täglich mehr als 95 Millionen neue Fotos gepostet. Somit bietet diese Plattform den Nutzern
die Möglichkeit, ihr Aussehen regelmäßig mit anderen zu vergleichen. Durch die häufige Bearbeitung und Bild-
verbesserung durch Filter und Verarbeitung drängen Bilder
auf Instagram der Gesellschaft Schönheitsideale auf und lassen die Nutzer sich zudem als weniger attraktiv wahrnehmen als die Personen in Bildern, was zu einer größeren Körperunzufriedenheit und einem geringeren Selbstwertgefühl beiträgt.

Die Idee von Bodypositive existiert aktiv in der Internetumgebung: soziale Netzwerke, Blogs, Foren und Kommentare. Menschen teilen ihre Geschichten und Fotografien mit „unvollkommenen“ Körpern, was ihnen dabei hilft, ihre Probleme zu akzeptieren und zu erkennen, dass sie nicht allein sind und behandelt werden können. Eine der Praktiken der körperpositiven Reflexion ist die Fotografie.

Dieses Fotoprojekt umfasst eine Fotoserie bestehend
aus Bildern verschiedener Frauen und einem Fotobuch.

Das Fotobuch selbst besteht nicht nur aus Fotografien, sondern auch aus Interviews, die mit Models geführt wurden. Diese Antworten helfen dem Leser, tiefer in die Geschichte jedes Modells einzutauchen. Es gibt auch einen Moment des Geschichtenerzählens und des Gedankenaustauschs, der es ermöglicht, den Kontakt zwischen dem Foto und dem Betrachter weiter zu stärken. Fragen zum Bodypositive, beziehungsweise deren Antworten spielen dabei die Rolle der Unterstützung.

Menschen, deren Aussehen, aus welchen Gründen auch immer, nicht der in der Gesellschaft akzeptierten Norm entspricht, erfahren in der Regel sozialen Druck in unterschiedlicher Form - von Mobbing und Spott in der Schule, zum Beispiel aufgrund von Hautpigmentierungsstörungen, bis hin zu Zweifel aufgrund von Gewicht oder Proportionen.

Für diese Fotografie war es wichtig, nicht nur die Frauen selbst, sondern auch Teile ihres Körpers zu zeigen, da sie bei diesem Shooting eine große Rolle spielen. Sie erinnern andere Frauen daran, dass es keine hässlichen Körper gibt. Jeder Mensch ist auf seine Art und Weise schön.

Die Hauptbotschaft ist, dass sich alle Menschen selbst akzeptieren müssen – unabhängig von körperlichen Fähigkeiten, Größe, Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit oder Aussehen. Deshalb bestand die Hauptaufgabe darin, wirklich unterschiedliche Frauen zu finden. An diesem Projekt nahmen Modelle mit dünnem Körperbau, dunkler Hautfarbe, mit Depressionen, Borderline und Essstörungen, sowie mit verschiedenen Merkmalen wie, Alopezie, Albinismus, Vitiligo, Iris-Heterochromie und Feuermal teil.

5 Kommentare

Tolle Arbeit!

Mega schön!

Vielen lieben Dank 🙂

Sehr schöne Arbeit und wichtiges Thema!

Ich liebe es!

Sehr viele einzigartige Menschen🙃

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