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Plakate aktuell interpretiert

Brücken und Barrieren

*Eine Annäherung

Depressionen zeigen uns die Grenzen des Sagbaren, die Grenzen unserer Sprache auf. Denn es gibt keine Worte, die der Schwere und Intensität der Gefühle gerecht werden könnten. Wir greifen zu bildlichen Vergleichen oder Metaphern, um unserem Gegenüber vielleicht auch nur annähernd verständlich beschreiben zu können, was in uns vorgeht. Und doch scheint jede Beschreibung dem inneren Bild meilenweit entfernt.
Auch wenn eine exakte verbale Übertragung des Gefühls nach außen schwer möglich ist, ist es unglaublich wichtig, Wege zu finden, um darüber zu kommunizieren. Mit Bekannten, Freunden, Außenstehenden.

Denn niemand soll diese Schwere komplett alleine tragen und durchstehen müssen.
Ich möchte mit Betroffenen und Angehörigen untersuchen, ob und wie eine Kommunikation über ihre Gefühlswelten stattfindet. Ich möchte verwendete Metaphern beider Parteien aufschlüsseln und aufzeigen, um im besten Fall Menschen ein Repertoire an Möglichkeiten an die Hand zu geben, die gerne darüber reden würden, allerdings noch nicht wissen wie.

Möglichkeiten an die Hand zu geben, die gerne darüber reden würden, allerdings noch nicht wissen wie.
Das Scheitern der Sprache führt häufig zu einer Art Barriere zwischen Betroffenen und Angehörigen, die das Verhältnis zueinander verzerren kann. So haben Betroffene eventuell das Gefühl, den Bezug zu ihren Vertrautesten zu verlieren, weil sie nicht wissen, wie sie mit ihnen darüber reden sollen. Angehörige hingegen haben vielleicht den Willen, helfen zu wollen, allerdings ebenfalls das Problem, nicht zu wissen wie.

Die fotografische Herangehensweise soll sowohl Sprachbarrieren thematisieren, als auch Kommunikationsmittel, die sie „durchbrechen“. Die Arbeit wird auf Anlaufstellen für beide Parteien verweisen. Dazu arbeite ich zusammen mit einer Psychologin und der ApK Berlin (https://www.apk-berlin.de/de)

Meine aktuelle Präsentation des Projekts ist mehr wie eine erste Annäherung zu verstehen. Die hier verwendeten Bilder sind Moods und keine finalen Fotografien. Da das Thema so umfangreich und sensibel ist, bedarf es vieler Gespräche und Recherche, bevor es an die Umsetzung geht. Diese werde ich kommendes Semester verfolgen.

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