Das Oniversum

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Ein spannendes und lehrreiches Abenteuer durch das digitale Universum

In meiner Bachelorarbeit beschäftige ich mich mit dem Einfluss, den die Digitalisierung auf das Menschsein hat und werfe einen kritischen Blick auf die Auswirkungen der alltäglichen Nutzung von internetfähigen Geräten. Den Fokus setzte ich hierbei auf die Verwendung des Smartphones. Als gestalterisches Endprodukt entstand ein informatives Kinderbuch, dessen Schwerpunkt auf der spielerischen Vermittlung von Basiswissen rund um den Umgang mit den internetfähigen Geräten liegt. Es werden neben der Vielzahl an Möglichkeiten auch die damit einhergehenden Gefahren und Risiken thematisiert, um den Leser bei der verantwortungsbewussten und reflektierten Auseinandersetzung mit der Thematik zu unterstützen.
Betreut von:
Frau Prof. Gertrud Nolte
Prof. Dr. phil. habil. Gerhard Schweppenhäuser

Die drei beäugten sich so eine Weile, bis Phil schließlich das Schweigen brach und neugierig fragte: „Also, wer oder was bist du?“
„Und was machst du hier?“, ergänzte das Mädchen schnell mit schriller Stimme.
„Langsam Menschlein, langsam!“, sagte das Wesen.
Im nächsten Moment sprang es jedoch flink auf seine Beinchen, verbeugte sich tief und sprach: „Ich bin Gro- ßes-e-sieben-drei-vier-punkt-acht-neun-großes-p-vier- punkt-neun-kleines-f-null-zwei und gerade durch dieses Portal auf diesen Schreibtisch gestiegen.“ Es zeigte mit einem seiner zwei Finger auf Phils Handy, das neben ihm lag. „Ihr seid Phil und Ayo, richtig?“, fragte es.
„Aber woher weißt du denn“, stammelte Ayo, „wer wir sind?“ Das war unmöglich, schließlich hatten sich die beiden noch nicht vorgestellt. Vielleicht war es eine Art Zauberwesen oder hatte hellseherische Fähigkeiten?
„Aus meinem Handy? Und Großes-e-sieben-was?“, fragte Phil und lachte verunsichert.
„Das kann sich doch kein Mensch merken!“

Gezahlt wird immer, nur eben nicht ausschließlich mit Geld. Bei einer kostenlosen App zahlt ihr stattdessen mit euren Daten. Die dienen auch als eine Art Währung. Fast alle Apps können eine Internetverbindung aufbauen und auf diese Weise Daten, also Informationen, über euch oder euer Nutzungsverhalten versenden. Also was ihr wann und wo mit euren Geräten macht. Und diese Daten sind sehr wertvoll!“
Ayo sprang verärgert auf. „Dürfen die das denn überhaupt?“, rief sie empört.
„In der Regel schon, denn mit dem Download der App gibst du dem Hersteller sozusagen die Erlaubnis dafür. Du kannst das allerdings auch zu jeder Zeit nachträglich über die Einstellungen wieder ändern. Die Apps verlangen Zugriff auf die unterschiedlichsten Bereiche des Smartphones, Tablets oder anderer mobiler Geräte. Beispielsweise den Kalender, Kamera, Kontakte, Mikrofon, Standort, Telefon, Internet und so weiter. Die Liste ist lang.“ So war es möglich alle Daten, die mit der App in Verbindung standen, zu sammeln und abzuspeichern.

„Sie verbreiten sich über das Internet, verstecken sich in E-Mail-Anhängen oder suchen Sicherheitslücken in den Webbrowsern. Und das alles nur um euch zu schaden!“
Er trommelte mit seinen Fingern gegen den Türrahmen, um die Spannung weiter aufzubauen. „Darf ich vorstellen“, rief er laut und riss die Tür auf, „die Malware!“
So etwas hatten die beiden noch nie zuvor gesehen.
In Käfigen, deren Gitter aus Laserschranken bestanden, waren die seltsamsten Kreaturen gefangen, die sie jemals gesehen hatten. Einige waren sogar am Boden fixiert. Die Schädlinge machten jedoch einen zahmen Eindruck auf die Kinder, denn sie schienen müde zu sein und hingen träge in der Gegend herum. Pixl erklärte ihnen, dass man ihre Gedanken vernebelt hatte, da die schlauen Wesen sonst schnell entkommen konnten. Ayo versuchte die verschiedenen Arten zu zählen, doch es waren einfach zu viele. Während sie langsam durch die Reihen schwebte, öffneten sich immer wieder neue Gänge zwischen den Gefangenen. Diese Gänge verliefen unendlich lang, bis weit in die Ferne.

3 Kommentare

Sehr schöne Illustrationen und toll aufgearbeitet! 😉 Würde ich direkt kaufen, wenn es veröffentlicht wäre 😀

El chicco!

Nice 🙂 Schon den nächsten Schritt geplant? Schau mal auf http://www.dlkm.de – und jetzt stell‘ Dir eine winkende Hand in schwarz weiß gezeichnet vor …

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