diskursives Design

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Angewandte Ethik im Designprozess

Als Kommunikationsdesigner*in  richtig zu handeln ist nicht immer einfach. Viele unterschiedliche Interessen und Anforderungen müssen berücksichtigt werden. Bei der erfolgreichen Vermittlung von Informationen (mit möglichst niedrigen Kosten und dabei alles möglichst nachhaltig und auch noch so, dass man selbst nicht verhungert) fällt es Designer*innen oft schwer zu sehen, was die richtige Entscheidung im Entwurf wäre.

Deswegen wird in dieser Arbeit das diskursive Design als alternative Designmethodik vorgeschlagen.

Was ist Design?

Designgegenstände erweitern den Handlungsspielraum von Menschen. Zum Beispiel ermöglicht ein Stuhl das Hinsetzen. Gleichzeitig haben Designgegenstände auch Einfluss auf unser Selbstverständnis und wie wir von anderen wahrgenommen werden. (Zum Beispiel als Statussymbole)

Sowohl Funktion wie auch Ästhetik werden von Designer*innen maßgeblich beeinflusst.

Anforderungen an das Design

Die Anforderungen an ein Design ergeben sich aus einem Zwischenspiel von Designer*innen, Rezipient*innen und Kund*innen. Ein wichtiger Teil der Designarbeit ist der Austausch zwischen diesen Parteien, um zu ermitteln, was für das jeweilige Design richtig und wichtig ist.

Diskursethik

Dieser Austausch kann auch dafür genutzt werden, zu erörtern, ob das Design moralischen Ansprüchen gerecht wird oder nicht.

Dafür treten die Parteien in einen Diskurs ein, der ermitteln soll, ob der vorgeschlagene Designgegenstand moralischen Normen standhält.

Das diskursive Design

Diese Methode habe ich unter dem Stichwort diskursives Design definiert und ist auf der Website www.diskursivesdesign.de ausführlicher beschrieben.

Vorraussetzungen für das diskursive Design

Doch nicht überall kann ein echter Diskurs stattfinden. Dieser benötigt bestimmte Vorraussetzungen wie Diversität und vor allem Hierarchiefreiheit.

Dafür wurden verschiedene Kommunikationsmodelle betrachtet und deren Eignung für den Diskurs untersucht.

Die Genossenschaft

Ergebnis dieser Untersuchung ist, dass sich das genossenschaftliche Wirtschaften als Organisationsform am besten für die Implementierung von Ethik in die Designarbeit eignet.

Dem zugrunde liegt die wirtschaftliche Stabilität von Genossenschaften, deren Hierarchiefreiheit und die inhärente Beteiligung der Genoss*innen in ihrer Struktur.

Somit ist die Genossenschaft, als demokratischer Betrieb, in ihrer Funktion schon dazu ausgelegt, durch den Diskurs der Genoss*innen geführt zu werden.

Der praktische Teil dieser Arbeit besteht vor allem der Vermittlung der erarbeiteten Theorie.

Die Thesis

So wurde die Thesis auch als Webversion umgesetzt, um Designer*innen – gerade in Zeiten von Covid-19 – einfachen Zugang zu gewähren.

Das Buch „Zu Kontemplierendes“

Zudem gibt es ein Konglomerat aus Fragen, die sich an Designer*innen richten und der Reflexion der eigenen Arbeit dienen.

Es ist haptisch als Buch, wie auch als Webgenerator – der jeweils zufällig eine Frage auswählt – umgesetzt.

Die Arbeit ist vollständig auf der Website abgebildet. Ich freue mich über jede Person, die sich dort tiefergehend mit meinen Überlegungen auseinandersetzt.

Betreut wurde diese Arbeit von Prof. Gertrud Nolte und Prof. Dr. phil. habil. Gerhard Schweppenhäuser

5 Kommentare

danke für diese wunderbare Arbeit + den tiefgründigen Gedanken dahinter. Die Kommentare hier dürfen nur sehr kurz sein, deshalb nur noch: alles Gute!

Besonders gefallen haben mir die Sternchen als i-Punkte im zweiten Bild! Echt coole Lösung, die ich so bisher noch nicht gesehen habe!

Stark!

Super, Gratulation

Sehr interessante Arbeit! Toll, dass man auch reinlesen darf 🙂

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