Ein besonderer Beruf in besonderen Zeiten

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Ein Jongleur im Kampf gegen die Pandemie

Als Freigeist war es schon immer Johns Traum, selbstbestimmt und frei leben zu können. Seine Jongleur-Karriere begann in seiner frühen Kindheit in den USA, festigte sich als Backpacker durch Europa und mündete schließlich in Reisen auf Kreuzfahrtschiffen, auf denen er über 8 Jahre lang fest als Jongleur angestellt war. Doch dann kam Covid-19, eine Pandemie, die sein ganzes Leben auf den Kopf stellte. Doch ist das ein Grund zum Aufgeben? Für John auf keinen Fall!

Cover

Jongleur am Main

Equipment des Jongleurs

"Ich habe einen großen Rucksack, in den mein gesamtes Equipment hineinpasst, das ich zum Jonglieren brauche. Diesen Rucksack trage ich so gut wie immer bei mir, schnalle ihn mir auf den Rücken und fahre mit dem Fahrrad durch die Stadt. So bin ich flexibel und kann jonglieren, wo immer ich will!"

Jongleur liegt auf Wiese

"Wenn ich dann mein Equipment herausgeholt habe, kurz im Gras liege und in den Himmel schaue denke ich oft darüber nach, wie meine Reise begonnen hat. Ich bin viel umher gekommen, von Land zu Land gereist und immer meinen Träumen gefolgt. Um genau zu sein, wollte ich eigentlich schon immer Jongleur werden..."

Kind sitzt auf Baseball Spielerbank

Television Comedyshow

TV

Jongleur jongliert für Freunde

John weint und muss die Schule verlassen

"Irgendwann kam der Tag, an dem meine Eltern mir mitteilten, dass sie die Kosten der Privatschule nicht mehr tragen konnten und ich musste meine wenigen Freunde, die ich hatte, zurücklassen. Ich war am Boden zerstört und hatte kaum Hoffnung neue Freunde zu finden. Der Abschied war traurig und belastete mich sehr."

Einrad, Visitenkarte und Equipment

John konkurriert mit Schönling

"Nach jahrelangem Kampf mit Schülern, die mir das Leben auf der neuen Schule schwer gemacht hatten, begann ich mit meinem Studium an einer Universität in South Carolina. Schnell wurde mir wieder einmal vor Augen geführt, wie oberflächlich die Welt war. Was konnte Talent und Intellekt schon gegen gutes Aussehen anrichten? Egal, wo ich hinsah, überall schienen Muskeln und frisierte Haare wichtiger zu sein..."

Erste Straßenshow

Auftritt

Weltkarte Scherenschnitt

"Mein Leben lang wollte ich nach Europa reisen. Ich hatte viele tolle Erzählungen über Europa gehört. Ich mochte meine Heimat nicht besonders und brach auf! Mein erstes Ziel: Frankreich."

Weltkarte

Französisches Café

"In Frankreich angekommen merkte ich schnell, dass ich mich hier zu Hause fühlte. Die Menschen waren alle so freundlich und hilfsbereit, ich mochte die Kultur auf Anhieb, die Natur und das Wetter genoss ich sehr. Ich war offiziell als Student hergereist, um die Sprache zu studieren und der Kultur näherzukommen. Doch anstatt in Französischbüchern zu pauken, jonglierte ich auf der Straße und fragte Passanten nach der französischen Bezeichnung meiner Jonglierkeulen oder prägte mir deren Smalltalk ein. Schnell konnte ich auch meine ersten Witze auf Französisch reißen."

Backpacking in Paris

"Je mehr ich durch Europa reiste, desto mehr neue Freunde und Freundinnen gewann ich. Die Menschen interessierten sich wirklich für meine Leidenschaft und wollten etwas von mir lernen!"

Verschiedene Attraktionsparks

"Leider musste ich während meiner Reise einige Male zurück in meine Heimat, da mein Visum abgelaufen war oder ich private Dinge erledigen musste. Während dieser Zeit versuchte ich mich als Jongleur in diversen Freizeitparks, sowie Seaworld oder Disney World in Florida. Hier hatte ich an einem Tag so viele Zuschauer wie in keiner Straßenshow sonst, glänzende Kinderaugen begegneten mir jeden Tag und ich hatte wirklich Spaß. Doch mein Freigeist trieb mich einfach immer wieder zurück nach Europa. Ich wollte selbstständig sein und ein unabhängiges Leben führen. Mein nächstes Ziel sollte Oslo sein, danach würde ich nach Konstanz fahren und mein letzter Halt war dann Würzburg."

Zug nach Oslo, Koblenz und Würzburg

Zugfahrt

Straßenshow Jonglieren

Lederladen Rucksack abgestellt

Lederladen Rucksack ist geklaut

"Mein Rucksack war inzwischen so vollgeladen, dass ich Rückenschmerzen bekam und so lief ich in Konstanz angekommen direkt zu einem Ledergeschäft, wo es hochwertige Rucksäcke Taschen und Koffer gab. Naiv wie ich war, stellte ich meinen Rucksack vor dem Laden ab, um mich in Ruhe nach einem neuen Koffer mit Rollen umzusehen... Doch kaum verließ ich den Laden, musste ich mit Schrecken feststellen, dass jemand meinen Rucksack geklaut hatte. Ich konnte es nicht fassen! In diesem Rucksack war mein gesamtes Jonlier-Equipment und meine Kleidung. Ich hatte also weder etwas zum Anziehen noch meine Arbeitsausrüstung, um Geld verdienen zu können. Und dem Dieb? Dem würde rein
gar nichts davon zu Reichtum führen."

Hilferuf auf Facebook

Kreuzfahrt Kontaktaufnahme

Die erste Kreuzfahrt

"Und zack! Ehe ich mich versah, meldete sich ein Mann bei mir und fragte mich, ob ich nicht bei einer Kreuzfahrt dabei sein wollte und dort als Jongleur arbeiten könne. Mein Herz ging auf und ich machte mich einige Wochen später auf den Weg zu meiner ersten Reise auf dem Dampfer!"

Aus dem Tagtraum aufwachen

Traumblase platzt

"Doch mein Traum von lebenslangen Kreuzfahrten war mit Corona geplatzt... Und ich erwachte aus meinem schönen Tagtraum."

John nimmt ein Video auf, wie er Jongliert

"Doch schließt sich eine Tür, öffnet sich eine Neue! Ich versuche meine Botschaft jetzt mithilfe des Internets zu verbreiten, nehme Videos auf, erkläre kleine Jonglier-Tricks und hoffe auf die Hilfsbereitschaft der Menschen."

Jongliertutorial Youtube

Mädchen ist inspiriert von Video und lernt jonglieren

Und was John nicht mehr sah: Das kleine Mädchen, dass ihn bei einer seiner Straßenshow beobachtet hatte, sah sich regelmäßig seine Tutorials an und hatte selbst nun den Traum eines Tages richtig gut jonglieren zu können.

Mädchen

„Hey, Ich bin John und ich bin Jongleur!“

Die Geschichte in diesem Buch ist ein Auszug aus der echten Lebensgeschichte von John Nations. Er lebt zurzeit in Würzburg und versucht Corona-bedingt hier Fuß zu fassen und auf lange Sicht durch das Internet, seinen Facebook-, und Instagram-Auftritt seinen Lebensunterhalt zu verdienen.

John und ich haben uns lange unterhalten und er hat mir von Spenden und den netten Kommentaren erzählt, die ihm Leute zukommen lassen. Mit diesem kleinen Buch wollte ich auf John und die vielen anderen freien Künstler aufmerksam machen, die während Corona stets darum kämpfen, nicht übersehen zu werden. Falls auch du John unterstützen möchtest, schau doch einfach mal auf seinen Social Media Kanälen vorbei!

Johns Instagram: @jugglingdestinations
Johns Facebook: @John Nations

Rückseite Buch

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