EINMANNBUNKER

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Abseits der großen Städte, neben Bahntrassen oder auf Werksgeländen stehen sie noch immer, die „Ein-Mann-Bunker“. Sie kamen 1000-fach dort zum Einsatz, wo sich Arbeiter:innen nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten.
Schutzräume sollten sie sein für Lokführer:innen, welche in letzter Sekunde aus dem Zug sprangen, einfache Beobachtungsposten oder Zufluchtsorte für Arbeiter:innen, die bis zuletzt wichtige Maschinen in Betrieb halten und löschen sollten.
Sie waren aus Beton, transportabel, hatten eine öffenbare Lucke und Sehschlitze.
Nur einige wenige, versteckt zwischen zugewucherten Gleisen, Industrie und Architektur, stellen noch immer düstere Zeugnisse des Zweiten Weltkriegs dar. Sie waren ein zynischer Versuch, fern ab von Erste-Hilfe-Stationen und massiven Bunkern Sicherheit zu suggerieren.
Trotz der dicken Betonwände, waren die Menschen im Inneren in äußerster Lebensgefahr, denn die Zelle schützte lediglich vor umher fliegenden Splittern und Trümmerteilen. Sie zerplatzte im Bombenhagel wie eine Seifenblase.

Pferdebahnstraße, 45141 Essen

Meisenburgstraße, 45219 Essen

Speicherstraße, 59067 Hamm

Kronprinzenstraße, 48153 Münster

Kanalstraße, 48157 Münster

2 Kommentare

sehr tolle Bilder

Was für eine gute Idee! Und m.E. hervorragend realisiert! Gratulation.

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