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Maskuline Weiblichkeit

experimentelles erzählen

Erzählungen erlauben es uns, uns selbst und die Welt
zu erklären. In ihrer ursprünglichen Form sind sie veränderbare Konstrukte, die durch die mündliche Übermittlung ihre eigene Dynamiken entfalten. Sie konstruieren Sinn und reduzieren Komplexität.

Wie funktionieren Geschichten also im Kern? Wie
können neue Formen der Erzählung in der Ge-
staltung entstehen? Und was passiert, wenn gener-
ierte Erzählfragmente in Geschichten verwoben
werden? In der folgenden, vorrangig sprachlichen Exploration wurde versucht, sich diesen Fragen
auf einer experimentellen Ebene zu nähern.

Die Ergebnisse wurden in einer gedruckten Dokumentation festgehalten, auf die Sie über den
unteren Link zugreifen können.

01 framing

Um Prinzipien wie Perspektive & Framing zu untersuchen, wird ich zunächst mit einem Themenfeld mit einem hohen Grad an Ambivalenz gearbeitet. Das Vorhaben von Wissenschaftlern, durch Genmanipulation mummutähnliche Tiere zu züchten ist hierfür optimal. In kurzen Texten werden die verschiedensten Blickwinkel und Perspektiven auf die Kerngeschichte angedeutet.

02 analyse & dekonstruktion

Vorhandene Geschichten werden auf wichtige Komponenten untersucht und zerlegt. Im Anschluss werden Sie auf spielerische Art und Weise neu zusammengesetzt, verändert, ergänzt und weitergeschrieben. Zentrales Element für diese Reihe ist die bekannte Suppenschüsselszene aus "Immer dieser Michel" von Astrid Lindgren.

03 rekonstruktion

Durch die Neuverbindung der gelabelten Elemente und andere Techniken entstehen neue kurze Geschichten. Die visuelle Nähe gibt einen gewissen Pfad vor, entlang dem die Geschichte verlaufen kann, lässt aber auch Flexibilität zu. Der Beginn und das Ende der Geschichte werden frei gewählt.

04 generierung

Mithilfe des Modells "Davinci" der Firma OpenAI, das auf dem Sprachmodell GTP-3 basiert, werden vorgegebene Textbausteine weitergeschrieben. So entstehen generierte Textabschnitte, die im Anschluss bewertet werden können. Bei der Auseinandersetzung mit dem Sprachmodell traten viele interessante Aspekte zu Tage. Hierzu gehört die Fähigkeit des Modells, komplexe Situationen zu erkennen und weiterzuschreiben und hoch ungewöhnliche Lösungen anzubieten.

experimentelles erzählen

MA Informationsdesign
Semester 1
Theoriebetreuung: Anna Lorey
Designlabor: Erich Schöls

2 Kommentare

Super interessantes Thema und spannende Annäherung an seine Komplexität!

Hut ab vor dem Umgang mit dem Thema! Richig gut!

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