flâner la nuit

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Spazierengehen durch die Nacht

Mit der Kamera ausgerüstet stürze ich mich hinaus in die Nacht, nehme die Dinge auf, die ich wahrnehme, die mich umgeben, die ich interessant finde. Besonders das Licht ist ein Phänomen, welches die Dunkelheit erst ausmacht. Seit künstliches Licht die Straßen beherrscht, lockt die Nacht mit erleuchteten Boulevards, ständigen kapitalistischen Angeboten, dazu der Sicherheit, den Nach-Hause-Weg zu finden oder sich ganz in ihr zu verlieren. Das Spazierengehen wurde durch die Pandemie wohl zum größten, kollektiven Hobby unserer Gesellschaft. Als nächtliche "Flaneuse" dokumentiere ich mittels fragmenthaften Fotografien meinen Weg durch das Licht der Dunkelheit.

Die Fotografien werden in einer Installation auf zwei Wände, die im rechten Winkel zueinander stehen, projiziert. Während die Bilder in der Dunkelheit auf- und abtauchen, erklingen nächtliche, teils elektrische, Sounds: klirren, klimpern, klackern, surren, summen, Schritte, Stimmen, fahrende Autos ... diese stehen im Kontrast zu den sonst menschenleeren, ruhigen Bildern.

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