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„Schattenküche“

Formen der Verknüpfung analoger und digitaler Gestaltungsmethoden

Diese Arbeit entsteht aus der Summe ihrer Einzelteile. Im Wechselspiel von gestalterischer Forschung und Textbeiträgen inszeniert sie ein mögliches analog-digital Kontinuum.











→ betreut durch Prof. Gertrud Nolte und
Prof. Dr. habil. Gerhard Schweppenhäuser

Es folgen einige visuelle Eindrücke der Arbeit.

Die Website analogunddigital.tessamarie.work zeigt den vollen Umfang aller Teilarbeiten.

Die Arbeit am Rechner macht mich zäh; meine Gedanken prallen am Bildschirmglas ab; die Übertragung in den digitalen Raum ist träge – rauscht. Ich fühle mich, wie in einem dieser Träume, in denen ich rennen muss, aber nicht vorankomme; weil die Atmosphäre zu viel Widerstand leistet, weil der Boden keinen Halt gibt. Jedes mal, wenn ich einen Ankerpunkt anfasse falle ich in einen Strudel. Es ist ermüdend und berauschend zugleich. Die Kurven winden sich entweder in Anmut über den Bildschirm oder verhöhnen mich in ihrer unnahbaren Art. Wie kann eine Illusion (denn die Kurven zwischen ihren Punkten sind kaum mehr als das) so flüchtig und beherrschend zur gleichen Zeit sein? Vorlaut bestimmen Anker und Griffe das Zeichen und lassen dabei keinen Raum für Interpretation. Mehr noch: Sie unterbinden bereits die Idee, es könnte anders sein. Damit blockiert der Vektor seinen eigenen Entwurfsprozess. …











Da Gestaltung immer nach einem Kontext verlangt ist auch die freie Gestaltung keine Kunst. Sie orientiert sich ebenso an Gegebenem, lässt sich von Zufällen entflammen oder nährt sich von Gespinsten. Dabei füttert dieses Machen außerdem ganz nebenbei das eigene Repertoire; befreit die Gestaltende mit seinem frei sein von Konvention und Gewohnheit und ist damit – gerade weil es keinen zwanghaften sondern willkürlichen Bezugsrahmen besitzt – eine Bereicherung.

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