Der Mensch sieht sich oft als größten Held und Mittelpunkt der Natur. Alles dreht sich nur um ihn. Was klein im Verborgenen bleibt, weckt kaum sein Interesse. Was aber, wenn die kleinsten Organismen in dieser Welt verschwinden? Pilze sind nach den Pflanzen das zweitgrößte und noch unerforschteste Organismenreich unseres Planeten. Wir kennen erst 3-8 Prozent der schätzungsweise 4 Millionen Arten. Unter unseren Füßen bilden sie still kilometerlange verbundene Kommunikation- und Handelssysteme, von denen wir über der Erde kaum etwas erfahren. Ohne die Lebensgemeinschaft dieser Mykorrhiza-Pilze gäbe es unseren Wald, wie wir ihn heute kennen, nicht. Die Symbiose liefert unseren Bäumen Nährstoffe, Schutz und über 40 Kilo Kohlenstoff im Jahr. Diese stille Helden bewusst wahrzunehmen und mehr zu schätzen ist die Voraussetzung dafür, das Problem zu erkennen und selbst zur Verbesserung unseres Ökosystems beizutragen. Denn ohne die Pilze gäbe es unseren Wald nicht. Und was wären wir ohne unseren Wald?

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