Hinter Glas

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Das wohl präsenteste Thema in unserem Alltag ist schon seit einiger Zeit die Coronapandemie. Unser alltägliches Leben ist nicht mehr das, was es noch vor einem Jahr war. Maskenpflichten, geschlossene Cafes und Museen, Ausgangssperren und Lockdowns beschränken unser privates und soziales Leben. Was zunächst physische Distanz bedeutet verwandelt sich schnell in ein psychisches Getrennt-sein.
Kontakte brechen ab, müssen beschränkt werden. Höchstens zum spazieren gehen darf man sich noch treffen. Routinierte Treffen mit Freund*innen, Wiedersehen mit Kommiliton*innen oder Familienmitgliedern werden zur Rarität oder sogar komplett auf Eis gelegt.

Die Fotoserie „Hinter Glas“ verdeutlicht diese psychische Distanz, die präsenter geworden ist als je zuvor. Sie soll Momente zeigen, in denen das Wiedersehen nur durch eine Scheibe hindurch möglich ist.
So werden die eigenen vier Wände dem Gegenüber zum Gefängnis und die zwei Schritte die uns eigentlich voneinander trennen zu einem Gefühl von Ferne.

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