Lebensmittel mit kritischen Produktionsbedingungen

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Supermärkte gefüllt mit Waren aus aller Welt. Vom tropischen Obst bis hin zum einheimischen Gemüse. Zu jeder Jahreszeit verfügbar und zu günstigen Preisen.

Doch wie kann das sein? Woher kommen unsere Lebensmittel und wie werden sie hergestellt?
Kaffee und Kakao, ein bekanntes Thema, wenn es um Ausbeutung geht. Doch ist den meisten Menschen bewusst, in wie vielen anderen Lebensmitteln auch noch Ausbeutung steckt?

Als Medium entschied ich mich für eine Postkarte. Ich fotografierte Gemüse, Obst und Fisch auf schwarzem Grund. Verändert mit kleinen Macken, Rissen und Quetschungen, welche die kritischen Seiten der Produktionskette darstellen sollen. Ein kurzer Text über die Produktionsbedingungen ist auf der Rückseite jeder Karte zu finden.

Die Mehrheit der Bananenproduzenten in Ecuador setzt auf synthetische Pestizide. Paraquat zum Beispiel, ein sehr aggressiver Unkrautvernichter – in Europa längst verboten. Arbeiter bestätigten an Public Eye (im März 2020), dass sie oft direkt in der Plantage stehen müssen, während die giftige Substanz durch Flugzeuge versprüht wird. Als Schutzkleidung dient ihnen ein Stück Stoff. Eigentlich dürfte man die Plantage nach den Flügen zwölf bis achtundvierzig Stunden lang nicht betreten.

Stark gesundheitsgefährdende Arbeiten, die teilweise zu schweren Verletzungen und massiven körperlichen Beeinträchtigungen führen können. Beispielsweise die Arbeit mit Macheten, als Lastenträger:innen oder beim Sprühen giftiger Pestizide. Dies ist laut Südwind immer noch Alltag für geschätzt zwei Millionen Kinder auf westafrikanischen Kakaoplantagen.

4 Kommentare

Gefällt mir sehr!

Super starkes Projek!

Ich finde das Thema und die Bilder sehr gut. Regt zum Nachdenken an.

Voll guter Gedanke!! Ich mag die Umsetzung.

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