Untersuchung zur Interferenz der Wahrnehmung zwischen Virtuellem und Realem

Was bedeutet eigentlich Virtualität und in welchem Verhältnis steht diese zur Realität? Wir Menschen spielen dabei eine entscheidende Rolle, wenn es
um die Überlagerung von Virtuellen und Realen geht. In dieser Bachelorarbeit wurde die Interferenz beider Bereiche auf experimenteller Art untersucht.
Aus Recherche und eigenen Experimenten wurde ein Konzept für ein Erlebnisraum entwickelt in dem Menschen ihre eigene Wahrnehmung hinterfragen und das Virtuelle im Realen und das Reale im Virtuellen entdecken können.

„Als ein eng mit dem Menschen verbundener Begriff stellt „Raum“ einerseits phänomenologisch die grundlegende Form und Bedingung für die menschliche Existenz dar. Andererseits befindet sich der Mensch als ein körperliches und reflexionsfähiges Subjekt immer schon in einem bestimmten Verhältnis zum Raum.“ (Zhang Yun) Der Mensch erschafft einen erlebten Raum mit den Eigenschaften der physischen Umgebung und der mentalen Ebene. Alles was wir durch unsere Sinne in der äußeren Welt wahrnehmen, verknüpfen wir demnach mit unserer inneren Welt. Dadurch erzeugen wir Möglichkeiten, welche zunächst nur in unserer mentalen Welt vorhanden sind. Wir können uns dadurch Szenarien vorstellen, Auswirkungen bewerten und Folgen reflektieren, ohne das all diese Möglichkeiten zunächst stattgefunden haben. Das ist die virtuelle Eigenschaft unserer Wahrnehmung.

Die Wirklichkeit ist uns zu nah und deshalb unüberschaubar. Aus diesem Grund nehmen wir immer nur bestimmte Ausschnitte wahr. Diese interpretieren wir und stellen deren Deutungen immer wieder infrage. Individuelle Erfahrungen, Empfindungen und Meinungen beeinflussen das, was wir aus unserer Umgebung wahrnehmen. Selektiver Wahrnehmung bezeichnet das psychologische Phänomen, dass bei der Wahrnehmung nur bestimmte Aspekte der Umwelt aufgenommen und andere ausgeblendet werden. Durch einzelne Ausschnitte, die wir wahrnehmen, konstruieren wir unsere eigene Realität.

Es gibt verschiedene Faktoren die den Zugang durch unsere Wahrnehmung zur Realität herstellen aber
auch beeinflussen. Die Phänomene der Wahrnehmung sind in folgende drei Bereiche aufgeteilt. Somit ergeben sich drei unterschiedliche Materialien die auf die Ausschnitte angewendet werden. Diese beeinflussen den Inhalt des jeweiligen Ausschnittes und ergeben so Interpretation- und Assoziationsräume. Dadurch kann der Betrachter je nach Perspektive den Inhalt immer wieder neu entdecken. Das Luzide steht hierbei für die Wahrnehmung durch unsere Sinne. Das Transluzente
für die Wahrnehmung durch Medien und das Spiegelnde für die Illusion und den Eindruck.

Luzid

Transluzent

Spiegelnd

Durch bestimmte Methoden können wir unsere Wahrnehmung beeinflussen, was dazu führen kann, dass sich Interpretations- und Assoziationsspielräume bilden. Außerdem kann unsere Wahrnehmung durch Illusionen und Täuschungen ebenfalls manipuliert werden, um uns Eindrücke zu geben. Daraus erschließen sich folgende Werkzeuge und Techniken:

5 Kommentare

Wie immer sehr, sehr schön geworden. Ganz tolles Abschlussprojekt. Kannst echt stolz auf dich sein!

Tolles Projekt Evelyn 😊

Richtig starkes Projekt!

sehr spannend und auch ein toller vortrag! 🙂

MEGA Projekt Evelyn! Du übertriffst dich jedes Mal aufs Neue!! 😍

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