Wer kennt ihn nicht – den bunten, lustigen Vogelfänger aus Mozarts Zauberflöte: Papageno.
Fröhlich und heiter lebt Papageno in den Tag hinein und wünscht sich nichts weiter als gute Speise, leckeren Wein und ein Mädchen zum Verlieben. Gerade in unserer heutigen Zeit, die so sehr geprägt ist von vielen Normen und Erwartungen, ist es erfrischend, mal herauszutreten, sich umzuschauen und zu ursprünglicheren Methoden zurückzukehren. Und so ist auch diese Schrift entstanden.
Papageno ist eine handgeschriebene Breitfederschrift.
Dies schafft nicht nur einen Bezug zum Aussehen der mit Federn bedeckten Figur aus Mozarts Werk, sondern geht damit zurück auf die Anfänge der Schrift, die auch damals mit Feder, Tinte und viel Mühe handgeschrieben wurde. So wurde auch für diese Schrift jedes einzelne Zeichen mit Feder und Tinte zu Papier gebracht.

bunt animiertes Alphabet

Papageno - basis Alphabet

Die Kleinbuchstaben der Schrift sind sehr einfach gehalten, ohne große Verzierungen oder außergewöhnliche Formen. Denn auch die Figur Papageno führt ein sehr einfaches und genügsames Leben, ohne viel Schnickschnack oder Gier nach Größerem.
Das kleine k hat, wie alle Kleinbuchstaben mit Oberlänge, einen nach rechts geneigten Anstrich, der die Leserichtung betont. Der Stammstrich endet ohne Serife mit der Schräge der Feder. Der Abstrich hat dagegen eine geschwungene Serife, die zum nächsten Buchstaben überleitet und gleichzeitig die Schwere der Diagonalen in Leichtigkeit verwandelt. Diese Merkmale, zusammen mit dem geschlossenen Bogen, sind typischerweise eher Charakteristika einer Kursiven und zeigen so die Unbeschwertheit, mit der Papageno durchs Leben tanzt, von einem Tag zum nächsten.

Im Gegensatz zu den einfach gehaltenen Kleinbuchstaben, wird in den geschwungenen Großbuschstaben Papagenos extravagantes Äußeres zum Ausdruck gebracht.
Sein Erscheinungsbild ist durch die bunten Federn geprägt, welche ihn bedecken, und überall wo er hingeht, begleitet ihn sein Lied sowie sein Frohmut, sodass ein jeder schon von ihm gehört hat.

Um dies auch im Schriftbild ausdrücken zu können, hatte ich mich zunächst für sehr extravagante Großbuchstaben entschieden. Da die deutsche Sprache in einem normalen Text aber viel Großschreibung verwendet, wären zu ausladende Versalien im Fließtext eher störend gewesen, wodurch ein schmaler Versalschnitt für eben diesen Zweck entworfen wurde.

Die große Extravaganz kommt nun in einem (noch unvollendeten) Initialsatz, welcher illustriert und colloriert an Kapitelanfängen steht, zur Geltung.
Danke an Frau Prof. Nolte, Jakob und Tessa für die tolle Betreuung!

8 Kommentare

Das kleine k ist ganz besonders gut geworden!

Liebe das große B!

Ausgezeichnet ! Ich mag besonders die kleinen Buchstaben !

Frau Nolte hat recht, die macht echt Lust, sie zu lesen!

Jeder Buchstabe ist einfach für sich schön 🙂

Richtig schön geworden!!!

Ich lieb das große E! Sehr schöne Schrift:)

Sehr schön und gut gelungen, proficiat!

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