Da ich früher mit meinem Körper nie wirklich zufrieden war und mich immer mit den vermeintlich perfekten Menschen auf sozialen Medien verglich, wollte ich mit meinem fotografischen Projekt etwas echtes zeigen.
Hier geht es um die fotografierte Person und die Beziehung zu ihrem Körper. Ich fotografierte unter anderem die Stellen, die die Fotografierten als ihre Makel ansehen.

Als Jugendlicher habe ich mir nicht wirklich so viele Gedanken über meinen Körper gemacht wie jetzt. Ich vergleiche mich natürlich auch öfter mit anderen und denke, dass ich gern auch so aussehen würde. Aber ich fühle mich dadurch nicht schlechter. Ich bin mir bewusst, dass es Dinge gibt, die ich an meinem Körper verändern kann, aber auch Dinge, die ich nicht verändern kann. Genau deswegen akzeptiere ich ihn so, wie er ist.

Ich fand meinen Körper nie perfekt und es gibt Stellen und Dinge, die ich nicht schön finde. Ich wollte größer sein, eine schmalere Taille haben oder schlankere Arme. Aber mit dem Älterwerden habe ich gelernt, dass jeder Mensch anders gebaut ist. Nun gibt es immer mehr Tage, an denen ich in den Spiegel schaue und mir gefällt, wer mir entgegen blickt, weil das ich bin und ich niemals mit jemandem tauschen möchte.

Nicht immer schön sah das Spiegelbild
meines selbst auf der Netzhaut aus,
Nächte langes rangen um mich selbst,
wusste schon lang, dass niemand gleich ist,
doch sie sahen für mich alle schöner aus als ich.
Irgendwann gewusst, nur nicht noch mehr Verlust
bekomm dich in Griff sonst versinkst du wie ein Schiff.
Seitdem jeden Tag bisschen mehr gezwungen
und somit schon fast alles überwunden.
Und meine Gedanken fangen an neu zu treiben
Mein Körper bleibt immer ein Teil von mir
er wird mir noch viele Sachen im Leben zeigen
deshalb pass auf, nicht dass sowas nochmal passiert.

Ich habe mich auch immer mit anderen verglichen, vor allem mit den perfekten Frauen auf Instagram. Je mehr ich diese Körper angeschaut habe, desto unwohler habe ich mich in meinem eigenen gefühlt. Im Moment bin ich sehr dankbar ihn zu haben und gesund zu sein. Auch wenn ich trotzdem manchmal zweifele, habe ich gelernt, mein Körper zu lieben.
Mein Körper, mein Gesicht, meine Haare, meine Augen und Lippen, mein Rücken, meine Körperhaare und alles andere was mich einzigartig macht. Ich liebe mich.

2 Kommentare

Hammer Projekt und tolle Fotografien! Finde ich toll das du auf dieses Thema aufmerksam machst 🙂

Das ist Super !

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