und jetzt

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Eine spielerische App zum Kulturerhalt und der Völkerverständigung indigener Völker.

Indigene Völker sind spätestens seit der Industrialisierung vom Aussterben bedroht. Aber unter Konsum und Überfluss vergessen wir sie noch bevor sie dieser Welt physisch tatsächlich den Rücken kehren.

„und jetzt“ nimmt uns in Form einer App mit in Kulturen, die abseits unserer Konsumgesellschaften leben, und zeigt, mit welchen Herausforderungen sie zu kämpfen haben.

Welche Rolle du in diesem Geschehen einnimmst, wählst du - wie in der realen Welt - selbst.

Deine Möglichkeiten sind an die bestehenden Probleme der indigenen Völker angepasst und deine Entscheidungen bestimmen über Fortbestehen und Untergang.

Illustrationen
Die Illustrationen sind alle analog entstanden: klassisch und schön „old-school“ mit dem Stift auf dem Papier. Anschließend wurden diese dann fotografiert und in Illustrator vektorisiert. Die Zeichnungen von Hand zu machen, ist mir wichtig gewesen, um dem Spiel die persönliche Note zu verleihen. Denn was wäre ein Spiel über das Leben, ohne etwas Liebe?

Logo
Das Logo von „und jetzt“ spiegelt die Naturverbundenheit indigener Völker wieder. Es stellt die Symbiose aus Luft und Erde da, die die Grundlage allen Lebens ist: Links eine Feder und rechts ein Blatt.

Facefilter
Angelegt ist die App so, dass sie auf die Frontkamera des Smartphones zugreifen kann, und so das eigene Gesicht in das Spiel integriert. Die emotionale Nähe des Spielers zu dem gewählten Charakter wird so, durch persönliche Identifikation und Wiedererkennung, verstärkt.

Der Entstehungsprozess

Der Plan - und wir wissen alle, dass Pläne nur in den seltensten Fällen genau so verlaufen, wie man sie eben plant - war es, über die Kriegsbemalungen indigener Völker zu informieren und mit einem Baukastensystem aus bestehenden Motiven ein neues, fiktives Volk zu gestalten. Das Medium sollte etwas sein, dass analog und haptisch greifbar ist. Ideen waren Bücher, Karten, Poster und eine Art Exoskelett aus Silikon, das man sich hätte anziehen können.

Aber bei allen Ideen fehlte die Liebe und das Alleinstellungsmerkmal. Irgendwann kam ich von Masken auf das digitale Pendant: Facefilter. Der Grundstein für etwas, das weniger analog garnicht sein könnte, war gelegt. Von hier sprudelte es in meinem Kopf vor Ideen und letztlich blieb nicht aus, dass ich eine alte Leidenschaft von mir wiederentdeckt habe: das Geschichtenerzählen.

Das Spielsystem

„und jetzt“ funktionert ähnlich wie ein klassisches Pen & Paper, jedoch auf deinem Smartphone:
Du spielst einen Charakter, den du zu Beginn des Spiels wählst und der sein individuelles Ziel hat. Dann wirst du vor Herausforderungen gestellt, bei denen du mehrere Reaktionsmöglichkeiten hast. Jede Entscheidung hat ihre Kosequenzen und verändert die Zukunft deines Charakters. Du verfolgst hierbei zwei Ziele (siehe Ziel des Spiels). Je nach dem, welchen Weg du einschlägst, sicherst du das Überleben deines Volkes oder aber dessen Untergang.

Ziel des Spiels

In „und jetzt“ verfolgst du zwei Ziele:
Das primärziel variiert je nach Charakter, den du am Anfang wählst.
Das Sekundärziel ist immer das gleiche: Sorge für das Überleben deines Volkes.

3 Kommentare

Bewegende Arbeit! Treffende Illustrationen in einem noch treffenderen Stil. Farblich ergreifend und schön wie spielerisch der Inhalt vermittelt wird.

optisch sehr schön! spiele dann mal den prototypen

was mich interessieren würde: hast du bei deiner recherche mit abstammenden dieser Volker gesprochen/kontakt aufgenommen? wie kamst du aufs thema?

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