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Würzburger Gesichter

Visuelle Konzepte in der RNA-Forschung

Es liegt in unseren Genen. Den Satz haben wir wohl alle schon mal gehört. Aber was liegt da eigentlich und was sind überhaupt unsere Gene?
Zunächst mal sind Gene nur bestimmte Abschnitte von Aminosäurebasenpaaren in unserer DNA. Diese können in den Zellen mithilfe eines Enzyms zu RNA-Molekülen transkribiert werden, die in der Zelle bestimmte Aufgaben übernehmen, wie die Übersetzung von mRNA-Molekülen zu Proteinen. Moderne Sequenzierungsmethoden machen es nicht nur möglich das Genom eines Organismus zu sequenzieren, sondern durch moderne Hochdurchsatzverfahren auch das gesamte Transkriptom, also die Gesamtheit aller transkribierten RNA-Moleküle zu einem bestimmten Zeitpunkt. So ist es möglich einen Organismus oder auch eine einzelne Zelle auf deren Antwort auf äußere Veränderungen wie Umwelteinflüsse oder innere Veränderungen wie Mutationen zu untersuchen. Diese Hochdurchsatzverfahren zur RNA-Sequenzierung liefern enorme Datenmengen, die einerseits ganz neue Einblicke in mikrobiologische

Prozesse gewähren, andererseits aber auch neue Methoden der Analyse und Interpretation dieser Massendaten erfordern. Neben statistischen Methoden kann hier die Visualisierung potentiell zu einem Hilfsmittel werden, das Mustererkennung vereinfacht, sowie Abweichungen und Zusammenhänge offen legt, die sonst unentdeckt blieben. Im Rahmen des Designlabors wurde prototypisch ein Visualisierungstool konzipiert und umgesetzt, dass es ermöglicht Data Mining mit Genomdaten aus RNA-Sequenzierungen zu betreiben.

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